Monday
Nov282011

USA Reisebericht, Teil 2, endlich!

Irgendwie ist es schon fast ein Jahr her, seit ich das letzte Mal gebloggt habe! Oops! Zeit, den Reisebericht abzuschliessen, der Vollstaendigkeit halber.

Ein Bild sagt ja bekanntlich mehr als tausend Worte, darum hier ein kleiner Aufsatz:

 

 New York, New York!

 Die Aussicht vom Empire State Building an Thanksgiving 2010!!!

 Und der kroenende Abschluss: Niagarafaelle mit Lara.

Danach ging es fuer Barry und mich weiter nach Boston, wo wir es etwas ruhiger angegangen sind.

Insgesamt ein toller Tripp, an den ich gerne zurueckdenke - und sobald sich die Gelegenheit ergibt, bin ich im Flieger nach NYC zu finden!

Thursday
Dec022010

Der total lange USA Reisebericht, Teil 1

Hach ja, da hatte ich monatelang nix zu sagen, und jetzt haben wir so viel erlebt, dass ich gar nicht weiss, wo ich anfangen soll! Am besten wahrscheinlich am Anfang.

Ueber die letzten Monate habe ich mit einigen Kollegen an einem Projekt gearbeitet und wurde stellvertretend fuer das Team nach Washington zu einer Konferenz geschickt. Habe also kurzerhand Barry ueberredet, mitzukommen, und aus der Gelegenheit einen Urlaub gemacht.

Es ging also los, zuerst nicht extrem vielversprechend denn Nebel in Heathrow hatte am Abreisetag zur Streichung diverser Fluege gefuehrt. Wir durften aber einsteigen - und dann fast 3 Stunden auf der Landebahn rumsitzen. Ein bisschen wie Stau, das ist auch immer schlimmer als genauso lange Fahren. Und danach noch, puh, so 9 Stunden Flug.

Aber dann waren wir da, schickes Hotel und alles prima. Besonders das Fruehstueck. Fuer 20 (!!!) dollar gab’s ein Buffet mit allem Moeglichen von Zerealien ueber Omlettes zu Bagels. Ordentlichen Tee gab’s allerdings nicht, aber wir durften unsere eigenen Beutel mitbringen, das nenne ich Service. Abgesehen vom Fruehstueck gab’s in Washington nicht so viel Aufregendes. Wir haben uns brav die Monumente angeguckt, also das Lincoln Memorial, die National Mall und das Weisse Haus von Aussen. Ist wahrscheinlich alles beeindruckender, wenn es von jeder Menge Leuten bevoelkert ist, aber es war leider tote Hose. Das war generell der Eindruck von Washington, wo es ausser den Horden von Joggern eigentlich keine Fussgaenger gab. Interessant wird es wahrscheinlich IN den Gebaeuden wo die Weltenlenker in klimatisierten Raeumen die Strippen ziehen, aber da haben wir nicht so den Einblick bekommen.

Dann ging es mit dem Greyhound Bus nach New York! Das war an sich schon ein Erlebnis mit einem Busfahrer, der sich maechtig wichtig vorkam und erstmal drohend ankuendigte: “Ich komm jetzt durch, die Tickets checken!” Hui!!!

Unser Apartment war in Brooklyn (nicht mit der Bronx zu verwechseln, das waere tragisch…). Als wir abends ankamen, war es schon dunkel und wir schleppten unsere Koffer durch die Nacht, vorbei an einem sogenannten Park (in Europa heisst sowas “Betonflaeche”) in dem sich diverse Gestalten in kleinen Gruppen versammelt hatten und angeregt unterhielten. Creepy! Um die Ecke dann endlich angekommen, war ich zunaechst doch etwas geschockt denn von aussen sah das Haus im Dunkeln doch recht heftig aus. Der Vermieter war ein extrem freundlicher Mensch, der alles, was man ihm erzaehlte, total toll fand. Sowas finde ich in so einer Situation ja ein bisschen schwierig. Als wir dann aber die Koffer die Treppe hochgehievt hatten, fanden wir eine schnuckelige, helle und freundliche Wohnung vor. Meiner Meinung nach roch es leicht nach Urin, aber vielleicht hatte sich das auch einfach in meiner Nase festgesetzt. Jedenfalls konnte man es da gut aushalten.

Am ersten Abend setzten wir uns auf die Couch und zappten durch saemtliche TV-Kanaele - dauerte gute 30 Minuten. 100+x Kanaele, und nix laeuft! Dabei war die Werbung oft noch interessanter als das Programm (ausser dem mit dem sexy Handwerker, der armen Leuten fuer umsonst ihre Haeuser rennoviert, uhhh!). Und spaeter drueckte ich den ein oder anderen Knopf, und schwupps, ging nur noch MTV. Ab dann haben wir uns dann mit Lesen unterhalten.

 New York war der absolute Hammer. Haben uns gleich ins Getuemmel gestuerzt und erstmal ueber die Brooklyn Bridge gelatscht. Eine klasse Aussicht und ein wunderschoenes Bauwerk, wenn sie auch grade renoviert wurde und man den ein oer anderen Lattenzaun bewundern konnte. Danach sind wir gemaechlich zum Ufer spaziert und mit dem Boot zur Freiheitsstatue und nach Ellis Island gehopst. Waren schon wieder schwer beeindruckt, auch wenn an Lady Liberty inzwischen doch schon ziemlich viel Taubenkacke klebt.

Haben uns auch jede Menge Kunst reingezogen, z.B. im Guggenheim. Normalerweise bin ich nicht so der Kunstversteher, aber da war schon einiges bei, das man sich zur Not auf’s Klo haengen koennte. Das Gebaeude an sich ist allein schon die Reise wert, es ist angelegt wie das Innere eines Schneckenhauses und man lustwandelt sich spiralfoermig von unten nach oben. Muss schon sagen, eine prima Idee. Irgendwann musste Barry dann arbeiten und ich war alleine im MoMA, wo es noch postmoderner zuging. Mir hat besonders die Konzeptkunst gefallen (z.B. war eine halbe Etage einer Sonderausstellung zum Thema “Linie” gewidmet), waehrend die diversen Sammlungen von Kornflakeskartons mich nicht so angeschockt haben.

Davon abgesehen waren wir im Central Park (Blaetter sammeln), Bagel essen (mit Pastrami & Sauerkraut), am Times Square, Madison Avenue, 5th Avenue, Rockefeller Centre, SHOPPEN!!!, jede Menge Kaffee trinken… Alles haben wir aber nicht geschafft, eigentlich wollten wir noch ins Naturkundemuseum, Pizza essen, Taxi fahren… Jedenfalls waren wir nach 4 Tagen schon ganz schoen abgelatscht.

An Thanksgiving haben wir uns dann aufgemacht nach New Jersey, unseren Mietwagen abgeholt und Lara aufgegabelt! Die Fahrt zurueck nach Brooklyn war gelinde gesagt abenteuerlich, aber irgendwann hatten wir’s dann doch geschafft. Und gleich wurde weiter getuemmelt, diesmal auf dem Empire State Building. Unguenstigerweise hatten wir dafuer den bis dahin einzigen Tag mit schlechtem Wetter erwischt, es war - wie der Holsteiner sagt - diesig. Trotzdem war die Aussicht fantastisch. Danach sind wir ein bisschen im Nieselregen herumgeirrt, bis wir irgendwann endlich unser Dinner in einem lustigen mexikanischen Restaurant hatten.

Das war also New York, leider viel zu kurz und ich muss UNBEDINGT bald wieder hin. Ehrlich gesagt bilde ich mir ein, dass ich in irgendeinem parallelen Leben New Yorkerin bin. Hab total den Style.

So, unseren wilden Tripp zu den Niagarafaellen mit Lara gibt’s im naechsten Teil. Puh!

Thursday
Sep092010

Rom!

Neulich war ich mal wieder auf Achse, Selbstmord verhindern und so. Ich bin an einem Projekt beteiligt, das von der EU Kommission finanziert wird (OSPI). Leute aus allen moeglichen Laendern machen mit und es ist alles sehr interessant.

Alle 6 Monate findet ein Treffen in einem anderen Land statt, nach Leipzig, Lissabon und Leuven jetzt also Rom. Da mein Urururururururgrossvater ja Italiener war, habe ich mich sofort wohlgefuehlt! Zum Glueck hatte ich die Gelegenheit, ein bisschen die Stadt zu erkunden, wenn auch nur an 2 Nachmittagen.

Erstmal habe ich einen blitzgeschwindten Stadtrundgang absolviert: Spanische Treppe, Trevi-Brunnen, Pantheon, Dingsbums-Piazza, Kollosseum, Circus Maximus und das alles bei angenehmen 32 Grad. Es war sehr lustig, denn es wimmelte nur so von Touristen, die alle mit ihren Kameras da waren, um genau das gleiche Bild zu schiessen und dann sagen zu koennen “Ich war da!”. Hab natuerlich gleich mitgemacht. Alle waren sehr nett und haben sich immer geduckt, damit sie einem nicht durch’s Bild latschen.

Vor der Abreise bin ich dann in den Vatikanstaat gewandert - allerdings habe ich die Grenze nicht bemerkt, und nen Stempel gab’s auch nicht. Dort war ich in den Vatikanmuseen. Also sowas. Ich sag mal so: arm ist die katholische Kirche sicher nicht. Und falls doch mal, koennen sie einfach den ein oder anderen Van Gogh verscherbeln. Oder ein paar Papstkronen, die sind eh aus der Mode.

Mit Kunst kenne ich mich so gar nicht aus und finde sie normalerweise wenig berauschend, aber die Qualitaet der Sammlung wurde sogar einem Banausen (einer Banausine?) wie mir gewahr - die meisten antiken Statuen hatte noch ihre Nasen! Normalerweise sehen die immer aus, als haetten sie die ein oder andere Kneipenschlacht hinter sich. Aber nicht so im Vatikan, nein!

In der Sixtinischen Kapelle war’s auch schoen. Zwar muss ich sagen, dass ich sie optisch gar nicht mal soooo toll finde, obwohl die Groesse schon beeindruckt. Was mir Ehrfurcht einfloesste, war einmal die Konzeption Michelangelo’s, der die schon vorhandenen Fresken mit seinen eigenen ergaenzte und dabei ein stimmiges, dynamischen Ganzes geschaffen hat. Und dann, dass er dabei eine sehr komplexe Interpretation der Welt darstellt, die in Worte gefasst wahrscheinlich diverse Baende fuellen koennte.

Mein persoenliches Highlight war allerdings die Sammlung moderner Gemaelde. Wer haett’s gedacht! Lag wahrscheinlich daran, dass es nicht wie sonst ueblich irgendwelche Fingerfarbenklekse waren, die mein Hund schoener hinkriegen wuerde. Waehrend man durch die restlichen Raeume so durchgefuehrt wurde, dass man es nicht vermeiden konnte, die meisten Stuecke wenigstens im Vorbeigehen anzugucken, waren diese Gemaelde in verscheidenen Raeumen vom Hauptgang zurueckgesetzt - man musste also einen Umweg gehen, um sie zu sehen. Gluecklicherweise waren die meisten Mitbesucher dazu zu faul, und ich hatte sie fast fuer mich allein. Da geht man nichts ahnend um eine Ecke, und ein krasser Dali springt einem ins Gesicht! Sowas! Die Motive waren hauptsaechlich Kreuzigung und Wiederauferstehung, und es war interessant, die verschiedenen Interpretationen zu vergleichen. Einige Gemaelde waren echt gruselig!

Dann habe ich mich noch zum Petersplatz geschleppt. Dazu gibt es nicht wirklich viel zu sagen, ausser vielleicht, dass er ziemlich gross ist. Also, wirklich gross. Mit letzter Kraft ging’s zum Flughafen und dann war ich auch irgendwie froh, wieder zu Hause zu sein.

Saturday
Aug282010

Morgenspaziergang

Barry und ich sind zur Zeit mal wieder nachtaktiv. Ganz schoen prima, denn so hatten wir die Gelegenheit, gestern um 5 Uhr morgens einen Ausflug nach Hampstead Heath im Norden Londons  zu machen. Ca. 15km auf den Motorraedern, und dann ein netter Spaziergang. Grillen ist allerdings verboten!

Wie man sieht, ist der Sommer hier schon wieder vorbei. Haben wir wohl verpasst, schade. Wurden dann auch prompt von ein paar Baeumen mit herunterschiessenden Eicheln bombardiert. Hach ja, die Natur!

Nachdem wir also durch den Wald geklettert waren, wurden wir mit dieser Aussicht auf London belohnt.

Dann war’s aber auch Zeit fuer nen Kaffee!!!

 

Friday
Aug202010

Backe, backe... jede Menge Kuchen

Es ist ja bald wieder Weihnachten, darum uebe ich schon mal ein paar Rezepte. Neulich gab es Apfelkuchen, weil ich so eine leckere, zimtige Apfelkuchen-Gewuerzmischung habe. Rezept gibt’s hier - besonders lecker fand ich den Vanillepudding. Haette allerdings “normales” Mehl nehmen sollen statt des Brotbackmehls, kleiner Tipp, ne. Dazu dann lecker Vanilleeis.

Heute geht es nahtlos weiter mit Schokoladenkuchen. Rezept hier, allerdings nehme ich Milchschokolade fuer den Guss und keine doofen Raffaellos, da bin ich doch Purist. Im Moment baeckt er noch; ich habe eine Ladung Waesche zum Trocknen aufgehaengt und hoffe, dass die dann auch so lecker riecht! Der Teig ist allerdings so lecker, dass man sich meiner Meinung nach das Backen sparen kann. Oder einfach nen Baileys pur trinken, das hat weniger Butter!!!

Ausserde habe ich heute eine neue Klobrille installiert. Frei nach dem Motto “erst backen, dann… Klobrille installieren”.